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Gas

Erdgas liegt als umweltschonende Energievariante im Trend. Wegen der geringen Verunreinigungen verbrennt Erdgas im Vergleich zu anderen fossilen Brennstoffen sauberer und wird zudem durch moderne Heiztechnik immer wirkungsvoller eingesetzt. Die stetig steigende Zahl an Erdgaskunden dokumentiert das Umweltbewusstsein in der Bevölkerung. Die BEW ist Grundversorger in den Städten Wipperfürth, Wermelskirchen, Hückeswagen und der Gemeinde Kürten. Wir bieten Ihnen Produktvarianten mit unterschiedlichen Laufzeiten. Gerne beraten wir Sie persönlich in einem unserer Kundencenter oder telefonisch und zeigen Ihnen die Vorteile unserer Produkte auf.

Wichtige Kundeninformation 

gemäß Verordnung zur Sicherung der Energieversorgung über kurzfristig wirksame Maßnahmen (Kurzfristenergieversorgungssicherungsmaßnahmenverordnung - EnSikuMaV)


Gas- und Wärmelieferanten, die Eigentümer oder Nutzer von Wohnungen oder Wohngebäuden als Endkunden mit Gas oder Wärme beliefern, sind nach § 9 EnSikuMaV verpflichtet, ihre Verordnung zur Sicherung der Energieversorgung über kurzfristig wirksame Maßnahmen (EnSikuMaV) bis zum 30. September 2022 über den Energieverbrauch und die damit verbundenen Kosten, über die Auswirkungen von Energiepreissteigerungen und über mögliche Einsparpotenziale zu informieren. 

Eigentümer von Wohngebäuden, deren Wohngebäude leitungsgebunden mit Gas oder Wärme beliefert werden, haben ihren Mietern diese Informationen weiterzuleiten (Weiterleitungspflicht). Gas und Wärmelieferanten müssen im Einzelnen über den Energieverbrauch und die Energiekosten des 
Gebäudes oder der Wohneinheit in der letzten Abrechnungsperiode, die Höhe der voraussichtlichen Energiekosten des Gebäudes oder der Wohneinheit für eine vergleichbare Abrechnungsperiode unter Berücksichtigung des am 1. September 2022 in dem jeweiligen Netzgebiet geltenden Grundversorgungstarif für Erdgas auf Basis des Grund- und Arbeitspreises, berechnet unter Zugrundelegung des Energieverbrauchs der letzten Abrechnungsperiode und über das rechnerische Einsparpotenzial des Gebäudes oder der Wohneinheit in Kilowattstunden und Euro unter Heranziehung der Annahme, dass bei einer durchgängigen Reduktion der durchschnittlichen Raumtemperatur um 1 Grad Celsius eine Einsparung von 6 Prozent zu erwarten ist, informieren.

Gemäß den Vorgaben aus § 9 Abs. 1 EnSikuMaV informieren wir Sie zum Energieverbrauch und über Möglichkeiten, Energie einzusparen. Die nachfolgenden Angaben sind Richtwerte, die von Ihrem persönlichen Verbrauchsverhalten und tatsächlichen Kosten abweichen können. Die m²-Angaben zu Ihrer Wohnfläche können Sie Ihrem Mietvertrag entnehmen. 
Sie sind Eigentümer/Vermieter von Wohngebäuden mit weniger als zehn Wohneinheiten? 
Dann sind Sie verpflichtet, die nachfolgenden Informationen unverzüglich an Ihre Mieter weiterzuleiten. Diese Information wurde Ihnen auch über den Postweg zugestellt. 


Berechnungsbeispiele für verschiedene Wohnungsgrößen

40 m² Wohnfläche
– mit aktuellen Grundversorgungspreisen 
Eine Wohnung mit 40 m² Wohnfläche (ggf. siehe Mietvertrag) hat danach einen durchschnittlichen Energieverbrauch von 6.600 kWh pro Jahr. Für Ihr Netzgebiet galt am 1. September 2022 ein Grundversorgungspreis für Erdgas (Wärmepreis) von 0,22 Euro/kWh brutto. Eine Absenkung der Raumtemperatur um 1 Grad würde nach den Annahmen der Verordnung zu einem Verbrauchsrückgang von 396 kWh und einer Einsparung von 87,12 Euro in der kommenden Abrechnungsperiode führen. 
– mit Grundversorgungspreisen vom 01.10.2022 
Eine Wohnung mit 40 m² Wohnfläche (ggf. siehe Mietvertrag) hat danach einen durchschnittlichen Energieverbrauch von 6.600 kWh pro Jahr. Für Ihr Netzgebiet gilt ab 1. Oktober 2022 ein Grundversorgungspreis für Erdgas (Wärmepreis) von 0,29 Euro/kWh brutto. Eine Absenkung der Raumtemperatur um 1 Grad würde nach den Annahmen der Verordnung zu einem Verbrauchsrückgang von 396 kWh und einer Einsparung von 114,84 Euro in der kommenden Abrechnungsperiode führen. 

60 m² Wohnfläche 
– mit aktuellen Grundversorgungspreisen 
Eine Wohnung mit 60 m² Wohnfläche (ggf. siehe Mietvertrag) hat danach einen durchschnittlichen Energieverbrauch von 9.900 kWh pro Jahr. Für Ihr Netzgebiet galt am 1. September 2022 ein Grundversorgungspreis für Erdgas (Wärmepreis) von 0,22 Euro/kWh brutto. Eine Absenkung der Raumtemperatur um 1 Grad würde nach den Annahmen der Verordnung zu einem Verbrauchsrückgang von 594 kWh und einer Einsparung von 130,68 Euro in der kommenden Abrechnungsperiode führen. 
– mit Grundversorgungspreisen vom 01.10.2022 
Eine Wohnung mit 60 m² Wohnfläche (ggf. siehe Mietvertrag) hat danach einen durchschnittlichen Energieverbrauch von 9.900 kWh pro Jahr. Für Ihr Netzgebiet gilt ab 1. Oktober 2022 ein Grundversorgungspreis für Erdgas (Wärmepreis) von 0,29 Euro/kWh brutto. Eine Absenkung der Raumtemperatur um 1 Grad würde nach den Annahmen der Verordnung zu einem Verbrauchsrückgang von 594 kWh und einer Einsparung von 172,26 Euro in der kommenden Abrechnungsperiode führen. 

150 m² Wohnfläche
– mit aktuellen Grundversorgungspreisen
Eine Wohnung mit 150 m² Wohnfläche (ggf. siehe Mietvertrag) hat danach einen durchschnittlichen Energieverbrauch von 24.750 kWh pro Jahr. Für Ihr Netzgebiet galt am 1. September 2022 ein Grundversorgungspreis für Erdgas (Wärmepreis) von 0,22 Euro/kWh brutto. Eine Absenkung der Raumtemperatur um 1 Grad würde nach den Annahmen der Verordnung zu einem Verbrauchsrückgang von 1.485 kWh und einer Einsparung von 326,70 Euro in der kommenden Abrechnungsperiode führen. 
– mit Grundversorgungspreisen vom 01.10.2022
Eine Wohnung mit 150 m² Wohnfläche (ggf. siehe Mietvertrag) hat danach einen durchschnittlichen Energieverbrauch von 24.750 kWh pro Jahr. Für Ihr Netzgebiet gilt ab 1. Oktober 2022 ein Grundversorgungspreis für Erdgas (Wärmepreis) von 0,29 Euro/kWh brutto. Eine Absenkung der Raumtemperatur um 1 Grad würde nach den Annahmen der Verordnung zu einem Verbrauchsrückgang von 1.485 kWh und einer Einsparung von 430,65 Euro in der kommenden Abrechnungsperiode führen. 

Achtung!
Dies sind Berechnungsbeispiele mit den Preisen der Grundversorgung. Die meisten unserer Kunden sind nicht in der Grundversorgung, sondern in einem Sondervertrag. 

Neue Gasumlage ab dem 1.10.2022

Die Bundesregierung hat veranlasst, die Mehrkosten für die Ersatzbeschaffungen der Gasimporteure und anfallende Kosten für die Sicherstellung von Speicherfüllständen solidarisch auf alle Gaskunden zu verteilen. Die Trading Hub Europe (THE) hat in den letzten Tagen die neuen Umlagen und Entgelte veröffentlicht. Die Einzelheiten zu den Gesetzgebungsverfahren und Verordnungen entnehmen Sie bitte der Homepage der THE. Aufgrund der neuen und steigenden Umlagen wird die BEW die Gaspreise zum 01.10.2022 für alle Kunden erhöhen. Die Höhe der neuen Umlagen entnehmen Sie bitte der THE Webseite. Die Umlagen fließen als Preisbestandteile in Ihren Gaspreis ein. Die Kosten für Gas werden durch die Umlagen deutlich steigen. Daher werden wir die Abschläge ab dem Monat Oktober für die meisten Kunden anheben. Über die neuen Abschläge werden die Kunden individuell unterrichtet. Sollte die Bundesregierung kurzfristig noch eine Mehrwertsteuersenkung auf Erdgas beschließen, dann würden wir die Steuerentlastung selbstverständlich eins zu eins mit der kommenden Jahresabrechnung an Sie weitergeben. Die neu ermittelten Abschläge ab Oktober 2022 bleiben aber bis zum Jahresende von der möglichen Steuerentlastung unberücksichtigt. Uns erreichen gerade enorm viele Anfragen zum Thema Energiekosten. Nutzen Sie bitte verstärkt unsere Onlinedienste und das BEW Kundenportal. Hier mehr erfahren


Gasbeschaffungsumlage und Gasspeicherumlage (09.08.2022)

Die neuen Umlagen können ab dem 1. Oktober 2022 vom Marktgebietsverantwortlichen gegenüber dem Bilanzkreisverantwortlichen erhoben werden.

Die Gasbeschaffungsumlage wurde am 15.08.2022 festgesetzt und wird 2,419 Cent pro Kilowattstunde (kWh) betragen.
Die Gasspeicherumlage soll am 18.08.2022 veröffentlicht werden. Energielieferanten müssen bei der Weitergabe die gesetzlichen und vertraglichen Regelungen beachten.


Ausrufung Alarmstufe des Notfallplans Gas (23. Juni 2022)

Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz hat am 23. Juni nach Abstimmung innerhalb der Bundesregierung die zweite von drei Stufen des Notfallplan Gas ausgerufen, die sog. Alarmstufe. Sie tritt ein, wenn laut Notfallplan Gas „eine Störung der Gasversorgung oder eine außergewöhnlich hohe Nachfrage nach Gas vorliegt, die zu einer erheblichen Verschlechterung der Gasversorgungslage führt, der Markt ist aber noch in der Lage, diese Störung oder Nachfrage zu bewältigen, ohne dass nicht marktbasierte Maßnahmen ergriffen werden müssen.“

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz sagt dazu: „Aktuell ist die Versorgungssicherheit gewährleistet, aber die Lage ist angespannt. …Grund für die Ausrufung der Alarmstufe ist die seit dem 14. Juni 2022 bestehende Kürzung der Gaslieferungen aus Russland und das weiterhin hohe Preiseniveau am Gasmarkt.“

Auch für unser Versorgungsgebiet gilt, dass die Versorgungssicherheit gegenwärtig gewährleistet ist.

Gründe für die Energiepreisentwicklung

Die staatliche Steuer- und Abgabebelastung bleibt hoch: Mehr als 50 Prozent des Preises, den Sie als Kunde bezahlen, sind staatliche Steuern, Abgaben und Umlagen. Eine ausführliche Aufstellung zu den Gaspreisbestandteilen im Versorgungsgebiet der BEW finden Sie unter https://www.bergische-energie.de/gas/basis-gas/

Weitere Gründe für notwendige Preisanpassungen hängen maßgeblich mit den Auswirkungen der weltweiten Corona-Pandemie zusammen. Die Preise für Rohstoffe aufgrund einer massiven Angebots- und Nachfrageverschiebung sind deutlich teurer geworden. Auch bei den Gasbeschaffungskosten sind diese Auswirkungen spürbar.

Der Gasverbrauch in Deutschland hat im ersten Halbjahr 2021 vor allem aufgrund der kühlen Witterung sowie der besseren Konjunktur mit einem Plus von 15 Prozent deutlich zugelegt und liegt auch deutlich über dem Mittel der letzten zehn Jahre.

Das starke Wirtschaftswachstum lässt auch weltweit die Nachfrage nach Erdgas, Kohle und Strom steigen. Dies betrifft insbesondere den asiatischen Raum/China und die USA. Hierbei ist eine Besonderheit, dass die Wirtschaft in den verschiedenen Wirtschaftsräumen weltweit etwa zur gleichen Zeit wächst und überall sehr ähnlich ist, was zu einer Verstärkung der jeweiligen Effekte führt.


Ukrainekrise: Fragen zu Versorgungssicherheit und Preisentwicklung

Der Krieg in der Ukraine ist eine Tragödie für die betroffenen Menschen. Bei allen Diskussionen um Sanktionen, Versorgungssicherheit und Energiepreise steht das menschliche Leid im Vordergrund. Unser Mitgefühl gilt allen Menschen, deren Leben in Gefahr ist und die um das Leben ihrer Familien und Freunde fürchten müssen.

Wir nehmen Ihre Sorgen ernst

Wir können gut verstehen, dass die Situation an den Energiemärkten und insbesondere die Zuspitzung des Kriegs in der Ukraine verunsichert. Viele Menschen sorgen sich vor Lieferengpässen und weiterhin rasant steigenden Energiepreisen. Aber auch die Herkunft des gelieferten Erdgases ist ein Thema.

Wir beliefern Sie auch in dieser Zeit sicher mit Gas und Strom und sind für Sie da. Hier haben wir einige Informationen für Sie zusammengestellt. Bei Fragen hilft Ihnen auch unser Kundenservice gerne weiter.

Ist die Versorgung in der Region mit Erdgas sicher?

Wir werden gut durch diese Heizperiode kommen. Die Versorgung mit Erdgas funktioniert aktuell normal. Wir kaufen Erdgas für unsere Kunden an den Börsen ein. Wir sind in ständigem Austausch mit unseren Vorlieferanten, die uns stabil beliefern und die benötigten Mengen in unser Netz einspeisen. 

Sollte es zu einem Lieferstopp von russischem Gas und damit zu einem Versorgungsengpass in Deutschland kommen, greifen zunächst verschiedene Maßnahmen, um die verfügbare Gasmenge zu erhöhen, z.B. die Nutzung von Mengen aus Speichern. Manche Industriekunden können auf andere Energieträger ausweichen und haben mit ihrem Netzbetreiber Abschaltmöglichkeiten vereinbart. Außerdem kann Gas aus anderen Regionen zugekauft werden. Deutschland ist Teil eines europäischen Erdgas-Versorgungssystems, in dem sich die EU-Staaten im Bedarfsfall gegenseitig unterstützen. 

Erst wenn alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind, kann es zu Einschränkungen kommen. Dann greifen die Pläne der sogenannten „Gasmangellage“, bei denen zunächst der Verbrauch großer Industrieanlagen oder andere abschaltbarer Gewerbeanlagen gedrosselt werden. Private Haushalte, aber auch Einrichtungen wie Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen sind vom Gesetzgeber als besonders schützenswert eingestuft. 

Woher kommt das Erdgas im Netz der BEW?

Wir beschaffen Erdgas am Großhandelsmarkt in Deutschland. Die dort gehandelten Mengen haben keine Kennzeichnung, aus welchen Quellen sie stammen. Ob gerade russisches, norwegisches oder amerikanisches Flüssiggas durch die Leitung fließt, können wir als Energieversorger nicht beeinflussen. Die bedarfsgerechte Regelung der Mengen in unser Netz, aber auch die anderen Verteilnetze in Deutschland erfolgt durch eine übergeordnete Stelle. 

Was hat zu der aktuellen Marktsituation geführt? 

Ein Mix aus verschiedenen Ursachen bedingt den starken Anstieg der Gaspreise in Deutschland, Europa und weltweit seit Herbst 2021. Nach der Coronakrise hat sich die weltweite Konjunktur schnell erholt. Es wird wieder mehr produziert und die Nachfrage nach Erdgas ist daher wieder stark angestiegen. Besonders in Asien, wohin die allermeisten Flüssiggaslieferungen (LNG) gehen. Diese fehlen als Ausgleich in Europa, das Angebot ist also knapper. Der kalte und lange vorherige Winter und der vermehrte Einsatz von Gaskraftwerken zur Stromproduktion haben zudem für sehr niedrige Stände in den deutschen Gasspeichern gesorgt. Die Entwicklung der Gaspreise hat auch Auswirkungen auf die Strompreise. Denn: Strom wird in Teilen auch in Gaskraftwerken erzeugt. Gas ist also Rohstoff für die Stromproduktion. Wenn der Rohstoff teurer wird, steigen auch die Preise für das Endprodukt, also den Strom. Durch den Krieg in der Ukraine hat sich die Situation an den Märkten nochmals verschärft. Energie, insbesondere Erdgas und Öl, ist in dem Konflikt zu einem Druckmittel geworden. Entsprechend nervös reagieren die Märkte auf drohende Sanktionen, Embargos oder Reaktionen darauf. 

Wie entwickeln sich die Preise weiter? 

Die Eskalation in der Ukraine hat die ohnehin schon angespannte Preissituation noch verschärft. Die aktuelle Entwicklung an den Energiemärkten stellt eine nie dagewesene Ausnahmesituation dar, die uns vor große Herausforderungen stellt. Mit einer vorausschauenden Einkaufspolitik, bei der wir Energiemengen über einen längeren Zeitraum absichern, können wir unsere Bestandskunden vor besonders massiven Preiserhöhungen schützen. Einen gewissen Teil der Energie, der beispielsweise durch kurzfristige Nachfrage bei sehr niedrigen Temperaturen entsteht, können wir aber nur schwer vorhersehen. Dieser Anteil muss flexibel und kurzfristig zu den aktuellen Konditionen im Markt beschafft werden und lässt die Preise derzeit ansteigen. Um seriös beurteilen zu können, welche weiteren Auswirkungen der Krieg in der Ukraine mittel- und langfristig auf unsere Energieversorgung haben wird, ist es noch zu früh. Wir beobachten kontinuierlich die Lage und werden Sie transparent und zeitnah informieren. 

Wie federt BEW durch die Einkaufspolitik Preissprünge ab?

Wir verfolgen eine langfristige Beschaffungsstrategie. Die Energie, die unsere Kunden morgen verbrauchen, haben wir zum Teil schon in den letzten drei Jahren eingekauft. Wir kaufen Energiemengen in vielen Schritten über einen mehrjährigen Zeitraum ein, um unsere Kunden und uns unabhängiger von starken Preissprüngen im Markt zu machen. Hohe Preise in einem kurzen Zeitraum beeinflussen dann weniger stark die durchschnittlichen Beschaffungskosten. Da die Preissteigerungen aktuell aber bereits so immens sind, lassen sie sich jedoch nicht mehr gänzlich ausgleichen.  

Vor der Energiemarktkrise war die Situation anders: Unternehmen, die sich überwiegend kurzfristig mit Energie eingedeckt haben, konnten zwar billig einkaufen und über längere Phasen „Discount-Preise“ anbieten, ihren Kunden aber nicht die gleiche Sicherheit bieten. So kommt es jetzt zu Kündigungen und Insolvenzen dieser Discounter. Die BEW verfolgt die Maßgabe die Kunden zuverlässig und langfristig mit Strom und Erdgas zu versorgen. 

Ich habe eine Preisanpassung erhalten und möchte meinen Abschlag anpassen 

Kein Problem! Passen Sie Ihre Abschlagszahlungen ganz einfach selbst in unserem Kundenportal an. Gerne hilft Ihnen auch unser Kundenservice weiter. Senden Sie uns eine E-Mail an verbrauchsabrechnung(at)bergische-energie.de oder rufen Sie uns an unter 02267 686-200.   

Ich möchte zur BEW wechseln. Bieten Sie auch für Neukunden noch Tarife an? 

Sie finden bei uns immer einen Tarif für die Grund- und Ersatzversorgung in den Gebieten, in denen wir als Grundversorger tätig sind. Aufgrund der aktuell sehr volatilen Preisentwicklung an den Beschaffungsmärkten kann es jedoch vorkommen, dass wir unsere Sondertarife zeitweise aussetzen. Sobald die Beschaffungssituation es wieder zulässt, bieten wir diese Tarife wieder an. In unserem Tarifrechner informieren wir aktuell, ob wir Ihnen einen Sondertarif anbieten können. 

Zur Grundversorgung Gas

Mein Energieversorger ist insolvent oder will mich nicht mehr beliefern. Was muss ich machen? 

Sie sollten sich einen neuen Energielieferanten suchen. Finden Sie keinen neuen Lieferanten oder stellt der bisherige Versorger die Lieferung sofort ein, ist Ihre Versorgung trotzdem sichergestellt. Wir springen als örtlicher Grundversorger dann mit einer Ersatzversorgung ein. Dazu sind wir sogar gesetzlich verpflichtet.  

Wir gewährleisten Ihnen die Ersatzversorgung für maximal drei Monate. Spätestens dann sollten Sie einen neuen Liefervertrag abgeschlossen haben. Wenn Sie ohne ausdrücklichen Vertragsabschluss weiter Energie entnehmen, kann ein Grundversorgungsvertrag zustande kommen. Sie gehen dann nahtlos von der Ersatzversorgung in die Grundversorgung über. Die Preise für Grund- und Ersatzversorgung finden Sie hier.

Sobald wir erfahren, dass Sie in die Ersatzversorgung fallen, erhalten Sie Post von uns. 

Kann ich aus der Grund-/Ersatzversorgung in einen anderen, günstigeren Tarif wechseln?

In der Regel ist ein Wechsel von der Grund- oder Ersatzversorgung in einen Sondertarif möglich. Aufgrund der aktuell sehr volatilen Preisentwicklung an den Beschaffungsmärkten kann es jedoch vorkommen, dass wir unsere Sondertarife zeitweise aussetzen. Sobald die Beschaffungssituation es wieder zulässt, bieten wir diese Tarife wieder an. In unserem Tarifrechner informieren wir aktuell, ob wir Ihnen einen Sondertarif anbieten können. 

Haben Gewerbekunden Anspruch auf eine Ersatzversorgung? 

Gewerbekunden, die aus dem örtlichen Niederspannungs- oder Niederdrucknetz versorgt werden, haben ebenfalls einen gesetzlichen Ersatzversorgungsanspruch für drei Monate. Spätestens dann sollten sie einen neuen Liefervertrag geschlossen haben. Wenn Sie nicht mehr als 10.000 kWh Strom oder Gas im Jahr verbrauchen, kommt durch die weitere Energieentnahme aus dem Netz ein Grundversorgungsvertrag mit uns zustande. Wer als Gewerbekunde mehr als diese Menge verbraucht, sollte sich unbedingt mit uns in Verbindung setzen, damit auch nach den drei Monaten die Versorgung sichergestellt ist. Für die Gas-Ersatzversorgung von Gewerbekunden gelten ab 10.001 kWh Jahresentnahme separate Preise.  

Gewerbekunden im Bereich Mittelspannung (Strom) und Mitteldruck (Erdgas) haben keinen gesetzlichen Ersatzversorgungsanspruch. Sie müssen sich bei einer Insolvenz ihres Lieferanten selbst unverzüglich einen neuen Lieferanten suchen, da es ansonsten zu einer kurzfristigen Sperrung des Zählers durch den Netzbetreiber kommen kann. Sind Sie betroffen? Wir beraten Sie gerne zu den Möglichkeiten der Versorgung. 

Sprechen Sie unsere Berater an, wenn Sie von einem Lieferausfall betroffen sind.

Das BEHG
kurz erklärt.

Erläuterungen zum Brennstoffemissionshandelsgesetz (kurz BEHG)

Das Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) schafft die Grundlagen für den nationalen Handel mit Zertifikaten für Emissionen aus Brennstoffen (CO2-Emissionen). Das Gesetz wurde 2019 als Teil des Klimapakets der Bundesregierung verabschiedet und ist seit dem 01.01.2021 in Kraft.

Das BEHG bepreist die CO2-Emissionen aus der Verbrennung fossiler Energieträger (Erdgas, Heizöl, Benzin und Diesel). Ziel der CO2-Steuer ist, geplante Preissteigerungen bei Öl und Gas zu erwirken und Anreize für Unternehmen und Verbraucher zu setzen, um auf klimaschonende Technologien umzusteigen, mehr Energie zu sparen und Erneuerbare Energien zu nutzen. In Deutschland stammen etwa ein Drittel aller Treibhausgase aus den Sektoren Wärme und Verkehr. 

Weitere Informationen und Hintergründe zum BEHG finden Sie auf der Seite des Bundesumweltamtes unter www.bundesumweltamt.de