„Es war ein gutes Jahr für die BEW und das Bergische“

Solides Ergebnis der Bergischen Energie- und Wasser-GmbH stärkt kommunale Haushalte – leistungsfähige Infrastruktur durch Investitionen – Kundenoffensive zeigt Wirkung

WIPPERFÜRTH/HÜCKESWAGEN/WERMELSKIRCHEN. Jens Langner, Geschäftsführer der Bergischen Energie- und Wasser-GmbH (BEW) ist zufrieden mit dem Jahresabschluss 2015. Das Ergebnis des Vorjahres konnte leicht übertroffen werden und der Umsatz ist gestiegen um 1,4 % auf 93,2 Millionen Euro. Was er aber noch für wichtiger hält als gute Zahlen ist, dass sich die Kundenbindung im Berichtsjahr gefestigt hat. „Wir haben unsere Services für Kunden und unser Engagement in der Region im Jahr 2015 deutlich ausgeweitet. Es ist schön, dass unsere Kunden dies honorieren und viele positive Rückmeldungen geben“, betont der BEW-Geschäftsführer. Die BEW habe ihre Marktposition bei Strom, Erdgas und energienahen Dienstleistungen in einem immer schwieriger werdenden Umfeld festigen können, erläutert Jens Langner. Zu den neuen Services für Kunden zählen beispielsweise nützliche Dienstleistungen wie vergünstigte Thermografie sowie ein Beratungsmobil, das Kunden in ländlichen Regionen dieselben Services bietet wie in den stationären Kundenzentren. Auch das Engagement des Unternehmens für den Breitbandausbau in der Region kommt bei den Bürgerinnen und Bürgern gut an. Ebenso positiv werten Kommunen wie Einwohnerschaft die Investitionen in eine leistungsfähige Energieinfrastruktur und den Einsatz für Elektromobilität. Die kommunalen Anteilseigner der BEW – Wipperfürth, Hückeswagen und Wermelskirchen – sehen in der BEW einen wichtigen Partner für die Entwicklung der Lebensqualität im Bergischen Land. „Es war ein gutes Jahr für uns und das Bergische“, fasst der BEW-Chef das Ergebnis zusammen, „wir machen weiter so.“

Mit modernen Services Kunden begeistern

Im Geschäftsjahr 2015 hat die BEW die Weichen gestellt für einen modernen und wohnortnäheren Kundenservice sowie mehr nützliche Energiedienstleistungen. Etliche Aktivitäten sind zum Jahreswechsel an den Start gegangen wie das Energiemobil, das Beratung in ländlichen Gebieten bietet und die Thermografieaktion. Sie fand großen Anklang, 160 Hausbesitzer nahmen das Angebot an. Seit Mai 2016 zeigt sich die BEW auch mit einem neuen Internetauftritt, der es Kunden ermöglicht, per Smartphone und Tablet ganz bequem von unterwegs mit der BEW zu kommunizieren. Kunden können jetzt online Zählerstände übermitteln, Umzüge melden, Abschlagszahlungen anpassen, Zwischenrechnungen erstellen und Verträge optimieren. Neu sind bei der BEW auch Informationsveranstaltungen für Großkunden und Energieunterricht an Schulen sowie eine Erweiterung der Aktivitäten für Installateure und die Elektrogemeinschaft Bergisch Land. „Wir verstehen uns als Partner rund um Energie“, betont Jens Langner, „die vielen positiven Rückmeldungen von Bürgern, Gesellschaftern, Geschäfts- und Kooperationspartnern zeigen uns, dass diese Dienstleistungsorientierung ankommt.“

Sichere Größe für kommunale Haushalte

Die BEW versteht sich als Energiepartner der Kommunen in ihrem Versorgungsgebiet und trägt durch ihre Aktivitäten auch zur Stärkung deren Haushalte bei. Besonders profitieren ihre kommunalen Anteilseigner von dem guten Ergebnis des Jahres 2015. So schüttet die BEW 4,5 Millionen Euro anteilig an ihre Gesellschafter aus: 29,96 % an die Stadt Wipperfürth, 25,47 % an die Stadt Hückeswagen, 24,10 % an die Stadt Wermelskirchen und 19,47 % an die rhenag Rheinische Energie AG. Hinzu kommen für die kommunalen Anteilseigner noch Einnahmen aus Gewerbesteuerzahlungen der BEW und Konzessionsabgaben. „Für die Haushalte der Kommunen ist die BEW eine stabile Größe“, meint Jens Langner. Insgesamt flossen je 1,7 Millionen Euro von der BEW an die Hansestadt Wipperfürth und an Wermelskirchen. Für die Schloss-Stadt Hückeswagen waren es 1,4 Millionen Euro. „Aus den Erträgen der BEW können wir Städte kommunale Leistungen wie Jugendarbeit, Schulen, Schwimmbäder und Kultur sicherstellen und somit die Lebensqualität verbessern“, sagt Isabel Bever, Kämmererin von Hückeswagen. Und Bernd Hibst, Kämmerer der Stadt Wermelskirchen, erinnert: „Wenn die Bürger unserer Städte Energie vom Versorger vor Ort beziehen, bleibt das Geld in den Städten und kommt am Ende wieder dem Bürger zugute.“ Herbert Willms, Kämmerer von Wipperfürth, sieht den Erfolg des kommunalen Energiedienstleisters so: „Geht es der BEW gut, profitieren die beteiligten Kommunen.“

Investitionen machen Versorgungsnetze zukunftsfit

Die BEW investierte im Berichtsjahr 2015 rund 5,5 Millionen Euro in die Modernisierung, Erneuerung und Ausbau ihrer Energie- und Wassernetze, 2016 werden es rund 6,9 Millionen Euro sein. „Wir gestalten die Energiezukunft nachhaltig und bezahlbar durch den Ausbau einer zukunftsfähigen Versorgungs-Infrastruktur“, informiert Jens Langner. BEW und BEW Netze seien als Konzessionsinhaber und Netzbetreiber von Hückeswagen, Kürten (Gas), Wermelskirchen und Wipperfürth dafür verantwortlich, die Energie- und Wassernetze zukunftsfähig zu machen. Und dieser Verantwortung würden sie gerecht – im gesamten Versorgungsgebiet. Schwerpunkt der Investitionen in 2015 waren: Kauf der OGE Gashochdruckleitung und der Umbau der Gas-Druckregel- und Messanlage in Hückeswagen, die Verkabelung von Forste bis Hohl in Wipperfürth und in Wermelskirchen die Verkabelung von Maria in der Aue bis Lindscheid. Neben dem Netzausbau engagiert sich die BEW auch für die regionale Energiewende und eine hohe Versorgungsqualität in Zukunft; dazu zählt auch der Breitbandausbau. So startete die BEW ein erstes Pilotprojekt zur Versorgung mit Breitband. Zudem verlegt sie bei allen Baumaßnahmen Leerrohre mit, in die später Glasfaserkabel eingeblasen werden können. „Derzeit ist dies beispielsweise bei den Tiefbauarbeiten in den Innenstädten von Wipperfürth und Hückeswagen zu sehen“, erklärt Jens Langner. Im Netzgebiet der BEW Netze gibt es bereits 1.100 Photovoltaikanlagen mit einer installierten Leistung von 15,5 Megawatt, die den Großteil des erzeugten Stroms ins Netz der BEW Netze speisen. Dafür muss es ausgelegt sein. Um das Angebot der Natur optimal nutzen zu können – es orientiert sich nun mal nicht am momentanen Bedarf – engagiert sich die BEW auch für Speicherlösungen. „Ein wesentliches Modul für das Gelingen der Energiewende ist für mich aus diesem Grund auch die Elektromobilität“, sagt Jens Langner und fügt an: „Elektroautos können als Speicher dienen und helfen, das Gleichgewicht im Netz zwischen Bedarf und Angebot auszugleichen.“ Die BEW hat sich bundesweit als Autostromanbieter bereits einen Namen gemacht: Sie zählt 1.142 Verträge, unterhält 12 Ladestationen, hat Elektroautos im firmeneigenen Fuhrpark und informiert die Öffentlichkeit über Neuigkeiten wie beim kürzlich veranstalteten Elektromobilitätstag in Wipperfürth.

Energie wird bewusster eingesetzt

Der Stromverkauf war mit 236,3 Millionen kWh Megawattstunden 1,7 % niedriger als im Vorjahr, der Gasverkauf stieg um 11 % auf 521,7 Megawattstunden. Der Bedarf an Trinkwasser lag auf dem Vorjahresniveau. „Der Anstieg beim Gas ist auf den extrem warmen Winter des Jahres 2014 zurückzuführen, da lag der Gasbedarf deutlich unterm Durchschnitt“, interpretiert Jens Langner das Ergebnis. Insgesamt sei festzustellen, dass Verbraucher sorgsamer mit Energie umgingen und sie bewusster einsetzen würden. Zum einen würden Verbraucher aus Klimaschutzgründen sparen, zum anderen würde der Gesetzgeber aber auch durch die Energieeinsparverordnung die Vorgaben für den maximalen Energiebedarf verschärfen. „Eine Rolle bei dieser Entwicklung spielt sicherlich auch die staatliche Förderung für energetische Sanierung von Bestandsbauten“, meint Jens Langer, „hier liegt ein großes Einsparpotenzial.“ Der BEW ist es im Berichtsjahr gelungen, den pro Verbraucher geringeren Energieverbrauch durch neue Kundengewinne in externen Gebieten auszugleichen. Die Bergische Energie- und Wasser GmbH (BEW) ist seit 60 Jahren ein zuverlässiger Energiedienstleister und Arbeitgeber der Region. Das Unternehmen und seine Netztochter, die BEW Netze GmbH, versorgen rund 90.000 Menschen mit Strom, Gas und Wasser. Ihren Kunden bieten sie darüber hinaus nützliche Dienstleistungen rund um Energie und eine fundierte Beratung. Das Unternehmen engagiert sich für die Lebensqualität im Bergischen Land und die regionale Energiewende; es ist überwiegend in kommunaler Hand. Die BEW gehört zu 29,96 % der Stadt Wipperfürth, zu 25,47 % der Stadt Hückeswagen, zu 25,10 % der Stadt Wermelskirchen. Die restlichen Anteile von 19,47 % hält die rhenag Rheinische Energie AG.