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Verträgt meine Gasheizung das neue Erdgas? – Besser jetzt informieren!

In vier Jahren wird eine andere Gasqualität durch die Leitungen fließen – nicht jedes Gerät ist dafür umstellbar – Die BEW und Installateure empfehlen frühe Information

Nordrhein-Westfalen bezieht größtenteils noch Erdgas aus den Niederlanden. Doch deren Vorräte gehen zur Neige. Das bedingt eine Umstellung der Erdgasqualität. Die Bergische Energie- und Wasser-GmbH (BEW) ist für das komplexe Projekt in Kürten, Wipperfürth, Wermelskirchen und Hückeswagen verantwortlich. Es steht für 2023 und 2024 an. Regelmäßig schult der Regionale Installateur-Ausschuss Gas/Wasser Bergisches Land (RIA) unter anderem in Kooperation mit der BEW das Heizungs- und Sanitärhandwerk dafür, wie jetzt wieder. Im Netzgebiet der BEW müssen rund 26.500 Gasgeräte auf die neue Gasqualität angepasst werden. Bei vielen Geräten reicht der Austausch der Brennerdüsen, bei anderen eine Softwareanpassung. Es gibt aber auch Geräte, die sich nicht oder nur mit sehr hohem Aufwand umstellen lassen. Die BEW und ihre Kooperationspartner im Heizungs- und Sanitärhandwerk beraten Hausbesitzer. Wichtig sei, meinen die Fachleute, nicht bis zum letzten Drücker zu warten. Bei der letzten Schulungsrunde des Heizungs- und Sanitärhandwerks haben wir die Experten nach ihrer Einschätzung und ihren Tipps gefragt: 

Wolfgang Paffrath – Geschäftsführer von Kurtz und Paffrath GmbH aus Hückeswagen: „Hausbesitzer sind von der BEW und über die Presse über die Erdgasumstellung informiert. Die meisten schieben das Thema aber gerne noch beiseite. Zum einen, weil sie denken, dass es bis 2023/2024 noch lange hin ist und zum anderen, weil sie Sorge haben, dass es hierbei vielleicht um Investitionen von 6.000 bis 10.000 Euro gehen könnte – zum Beispiel, wenn die alte Heizung erneuert werden muss. Ich rate den Kunden aber, sich schnell zu informieren. Dann bleibt ihnen Zeit für die beste Lösung.“

Denis Schmitz – Geschäftsführer Energietechnik Dennis Schmitz aus Wipperfürth: „Viele meiner Kunden haben alte Erdgaskessel. Bei denen macht es schon aus Effizienzgründen Sinn, sich eine neue Heizung anzuschaffen. Man kann so bis zu 15 Prozent Energie einsparen.“

Rico Hausmann – Geschäftsführer von Hausmann Versorgungstechnik GmbH & Co. KG aus Wermelskirchen: „Jetzt ist noch genug Zeit, sich beim heimischen Installateur zu informieren und sich in Ruhe mit dem Thema auseinanderzusetzen. Vor allem über die Finanzierung sollte man sich jetzt schon Gedanken machen und auch mal einen Groschen beiseitelegen und schauen, wofür es öffentliche Zuschüsse gibt. Es lohnt sich, die KfW-Förderkredite und Leasing-Systeme von Energieversorgern und Herstellern anzusehen. Hinzu kommt, dass der Wunschinstallateur kurz vor der Umstellung vielleicht gar nicht mehr die Kapazität hat, allen Anfragen nachzugehen. Deshalb: Jetzt schon rechtzeitig informieren und beraten lassen!“

Dipl. Ing. Jürgen Klement (links) vom Ingenieurbüro für Versorgungstechnik in Gummersbach hat die Informationsveranstaltung gemeinsam mit Sven Gogol durchgeführt und ist Mitherausgeber des Kommentars zu den Technischen Regeln für Gasinstallation (TRGI).

Drei Fragen an Jürgen Klementvom Ingenieurbüro für Versorgungstechnik in Gummersbach zur Erdgasumstellung. Er ist Mitherausgeber des Kommentars zu den Technischen Regeln für Gasinstallation.

Herr Klement, was geben die Technischen Regeln vor?
„Sie enthalten die wichtigsten Vorgaben für alle Experten des Gasfaches. Das betrifft sowohl rechtssicheres Arbeiten als auch technisch korrektes Arbeiten bei Planung, Bau und Betrieb von Gasinstallationen.“

Es hat sich einiges geändert. Welche Gründe gab es dafür?
„Das Heizungs- und Sanitärhandwerk befindet sich wie die gesamte Energiebranche im Wandel und muss sich immer höheren Anforderungen stellen. Es gibt mittlerweile eine Vielzahl von Gerätetechnologien, die spezialisiertes Know-how erfordern. Damit gehen weiterentwickelte Sicherheitsstandards einher, über die jeder in unserem Netzwerk Bescheid wissen muss. Die Umstellung der Gasqualität ist da natürlich auch ein großes Thema.“

Wie schlagen Sie die Brücke von der Theorie zur Praxis?
„Der Regionale Installateur-Ausschuss Gas/Wasser Bergisches Land (RIA) veranstaltet in Kooperation mit der BEW eine Reihe von Schulungen für das Heizungs- und Sanitärhandwerk, wie im März und jetzt im Oktober. Daran nehmen regelmäßig rund 350 Fachfirmen teil. Die Resonanz ist durchweg positiv. Das spricht für die erfolgreiche Zusammenarbeit und deren positive Wirkung.“

Kunden können sich auf der BEW-Homepage unter www.bergische-energie.de/erdgasumstellung oder telefonisch unter der Hotline 02267 686-230 informieren.