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Umstellung der Erdgasqualität rückt näher

Start in Wipperfürther Außenbereich an der Grenze zu Marienheide – BEW informiert Haushalte über Prozess und Termine – Alle Gasgeräte müssen erfasst werden

Die Ortschaften um Schnipperingen und Eiringhausen machen den Anfang im Erdgasnetz der BEW: Ihre Gasgeräte werden schon Mitte des Jahres 2022 mit einem neuen Gas betrieben werden. Denn dort ändert sich die Gasqualität zuerst, die durch die Leitungen der Bergischen Energie- und Wasser-GmbH (BEW) fließt. Deshalb haben die dortigen Haushalte als erste Gasverbraucher-Gruppe im Gebiet der BEW auch Post von ihrem Netzbetreiber bekommen. In diesem Brief erfahren sie, wie der Umstellungsprozess funktioniert und was es dafür zu tun gibt. Denn damit die Geräte mit der neuen Gasqualität auch funktionieren, müssen sie allesamt erfasst, geprüft und angepasst werden – insgesamt 26.478 im gesamten BEW-Versorgungsgebiet; davon 6.906 in Wipperfürth, 4.440 in Kürten, 9.680 in Wermelskirchen und 5.450 in Hückeswagen. Der Zeitplan für die Umstellung ist von den Fernnetzbetreibern vorgegeben, die BEW muss die Anpassung der Geräte fristgerecht abschließen. Die Erfassung der Geräte erfolgt deshalb rund ein Jahre vor dem Termin. Und dieser ist in Kürten am 29. August 2023, Wipperfürth am 2. April 2024, in Wermelskirchen am 14. Mai 2024 und in Hückeswagen am 9. Juli 2024. „Die Vorbereitung auf die Umstellung der Erdgasqualität ist eine Mammutaufgabe, die eine sehr saubere organisatorische und prozessuale Planung erfordert, damit alles klappt. Denn jedes einzelne Erdgasgerät muss zwingend angepasst oder – wenn das nicht mehr geht – rechtzeitig ausgetauscht werden“, sagt Jens Langner, Geschäftsführer der BEW. Wichtig sind der BEW laut Jens Langner Transparenz und Aufklärung über die Erdgasumstellung. „Wir wollen damit auf beiden Seiten unangenehme Situationen vermeiden“, betont er. Der Grund für die Umstellung ist nicht trivial: Das BEW-Gebiet wird, wie weitere Teile Deutschlands im Westen und Norden, noch mit niederkalorischem Gas aus den Niederlanden versorgt. Und die Vorräte der dortigen Quellen gehen zu Ende. Deshalb hat die Bundesregierung beschlossen, ganz Deutschland einheitlich mit hochkalorischem Gas zu versorgen, das aus Russland oder auch Norwegen kommt und dort reichlich vorhanden ist. Ab dem Jahr 2030 sollten dann alle Verbraucher in Deutschland dieselbe Gasqualität haben, das sogenannte H-Gas (High calorific gas).

Schritt für Schritt

Im ersten Schritt bekommen die Betroffenen Besuch: Nach vorheriger Terminankündigung kommt ein Monteur im Auftrag der BEW, der alle Gasgeräte der Kunden erfasst und prüft, wie sie auf die neue Erdgasqualität angepasst werden können. Das ist erforderlich, damit die erforderlichen Bauteile bestellt werden können. Bei den meisten Heizgeräten reicht ein Tausch der Brennerdüsen, manchmal ist es auch mit einem Software-Update getan. Die Erfahrung zeigt, dass die Umstellung in der Regel schnell und einfach geht. Lediglich bei wenigen älteren Geräten kann der Aufwand höher oder eine Umstellung nicht mehr möglich sein. In diesen Fällen hilft die BEW mit Rat und Tat. Für Verbraucher kostet die Umstellung nichts. Wenn Geräte jedoch kaputt sein sollten, muss der Eigentümer die Reparatur in Auftrag geben und diese auch bezahlen. Die Monteure können sich ausweisen. Die BEW bittet Betroffene auch ausdrücklich, sich den Ausweis zeigen zu lassen, bevor sie die Tür öffnen.

Unter www.bergische-energie.de/erdgasumstellung sind Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Erdgasumstellung. Zudem steht unser Team Erdgasumstellung sehr gerne für Fragen unter 02267/686-230 zur Verfügung. Selbstverständlich auch per Email: erdgasumstellung(at)bergische-energie.de.